Veredelungstechniken bei Aulenbacher


Der Siebdruck

Beim Siebdruck handelt es sich um ein direktes Druckverfahren, d.h., die Farbe wird direkt aufs Textil gebracht. Um die Farbe auf das Gewebe zu bringen, wird diese durch ein Sieb gepresst.

Die Siebe sind in aller Regel sehr stabile rechteckige Alurahmen, auf die ein Kunststoffgewebe gespannt bzw. verklebt wird. Im textilen Siebdruck verwendet man meistens offenmaschige monofile Gewebe in Kunststoff, die in unterschiedlichen Maschendichten erhältlich sind. Je filigraner das Druckmotiv ist, desto feinmaschiger ist das Sieb zu wählen. Je grober ein Sieb, desto dicker wird der Farbauftrag.

Da ein Sieb ohne Behandlung für Flüssigkeiten, wie z.B. Farbe, durchlässig ist, würde man ohne Beschichtung die Farbe komplett durchdrücken. Um lediglich das Druckmotiv mit Farbe durchlässig zu machen, muss das Sieb entsprechend vorbereitet werden. Zur Bearbeitung muss das Sieb in der Dunkelkammer mit einer  lichtempfindlichen Emulsion gleichmäßig beschichtet werden. Nach Trocknung dieser Fotoschicht wird das Sieb belichtet. Hierzu wird das Sieb in einen Vakuumrahmen mit Glasscheibe gelegt, wobei eine Stelle der Fotoschicht mit einem transparenten Siebdruckfilm abgedeckt wird, auf dem ausschließlich das eigentliche Druckmotiv tiefschwarz abgebildet ist. Der Siebrahmen befindet sich also im Vakuumrahmen mit der Schichtseite auf der Glasscheibe. Zwischen Glasscheibe und Beschichtung ist der Druckfilm platziert. Durch die Vakuumierung wird sichergestellt, dass der Film auf die Siebbeschichtung gepresst wird. Danach wird das Sieb mit einer starken Lichtquelle belichtet, wodurch die Fotoschicht im freien Bereich gehärtet wird, also nur in dem Bereich, der nicht durch den Siebdruckfilm abgedeckt wird.

Nach der Belichtung wird der Film entnommen und das Sieb mit Wasser ausgewaschen. Die Fotoschicht im abgedeckten Bereich (Druckmotiv) lässt sich ohne Probleme auswaschen und wird somit durchlässig. Der nicht abgedeckte Teil des Siebes bleibt undurchlässig. Diese Prozedur muss für jede Druckfarbe durchlaufen werden. Bei einem 4-farbigem Druckmotiv müssen also 4 Siebe nach obiger Darstellung erstellt werden.

Nach Fertigung der Siebe werden diese in die Druckmaschine eingespannt und justiert. Die Druckfarben (i.d.R. Plastisolfarben) werden nach Farbwunsch (Pantone, RAL, HKS)  gemischt und  in die entsprechenden Siebe gebracht. Mit Hilfe der Gummirakel in den Sieben werden die Farben gleichmäßig durch das Sieb auf das Textil gedrückt.

Gedruckt wird meistens mit automatischen Maschinen die bis zu 10 Farben drucken können, für ganz kleine Auflagen werden auch noch Handmaschinen verwendet.

Nach der Bedruckung werden die Textilien mit dem noch feuchten Druckmotiv nach oben auf das Band des Durchlauftrockners gelegt. Nach der Trocknung ist die Farbe fixiert und somit haltbar. Der Druckvorgang ist hiermit beendet.

Durch den relativ hohen Aufwand in der Vorleistung ist der textile Siebdruck eher für höhere Auflagen prädestiniert.

Der Transferdruck

Beim Transferdruck handelt es sich um ein indirektes Druckverfahren. Das Motiv wird also nicht direkt auf das Textil gedruckt, sondern vorab auf eine sog. Transferfolie. Nach der Trocknung kann die Folie jederzeit mittels Transferpresse auf das Textil aufgebracht werden. Spezielle Transferfolien gibt es mittlerweile für die unterschiedlichsten Untergründe (Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Nylon u.s.w.).

Mit hohem Druck und entsprechender Hitze wird die Folie über die Transferpresse auf dem Textil fest fixiert. Dadurch wird die Haltbarkeit des Druckes gewährleistet.

Wir unterscheiden im Transferdruck den Flexdruck, den Siebdrucktransfer, den Flockfolien-Transfer (Beflockung) und den Digitaldruck-Transfer. Die Technik des Aufbringens über eine Transferpresse ist bei allen Drucken gleich. Sie unterscheiden sich lediglich dadurch, mit welchem Verfahren die Transfers bedruckt werden.

Der Sublimationsdruck

Der Sublimationsdruck wird überwiegend auf Funktionsware, wie z.B. Laufshirts, angewendet. Die Atmungsaktivität des Gewebes bleibt bei diesem Druckverfahren im kompletten Druckbereich voll erhalten. Man spürt keinerlei Farbauftrag. Der Sublimationsdruck ermöglicht den perfekten Druck von Grafiken, Schriften und Fotos. Anwendbar ist dieser Druck allerdings nur auf hellem, vornehmlich weißem, Polyestermarerial.

Bei Sonderfertigungen (z.B. Laufshirts, Fahrradtrikots…) ist auch eine Vollsublimation möglich, indem das Shirt nach Kundenwunsch vollflächig bedruckt werden kann.

Der Digitaldruck

Der Digitaldruck besticht durch seine hohe Auflösung. Höchste Bildqualität mit sauberer Farbwiedergabe ermöglichen in diesem Druckverfahren Bild- und Vektormotive einzigartig darzustellen. Da die Motive direkt vom Computer in die Druckmaschine übertragen werden, ist eine kurzfristige Auftragsabwicklung für kleinere Auflagen umsetzbar.

Die Bestickung

Eine der wohl wertigsten Formen der textilen Veredelung ist die Bestickung. Wir bieten Sticke mit bis zu 15 Farben pro Motiv an. Um die Bestickbarkeit des Motives beurteilen zu können, benötigen wir Motiveinsicht. Bei sehr filigranen Motiven raten wir von einer Bestickung ab oder das Motiv muss vereinfacht dargestellt werden. Es werden ausschließlich hochwertige Markengarne verwendet. Die Stickprogramme werden von sehr erfahrenen Fachkräften erstellt, denn die Qualität des Stickprogrammes ist entscheidend für die perfekte Umsetzung des Motivs.

Die Programmkosten fallen nur einmal an, d.h., dass bei Folgeaufträgen immer auf das bereits vorhandene Programm zugegriffen werden kann. Bestickungen werden meistens auf Hemden, Jacken, Sweatshirts, Polos und Frottierwaren ausgeführt.

Allgemeine Information

Alle unsere Veredelungen auf Lagerartikel erfolgen ausschließlich in Deutschland und nicht in Billiglohnländern.